Furchtbar nicht fruchtbar zu sein!

01.10.2015

Heiße Bäder existieren nur noch im Kopf, enge Hosen sind tabu und die schönste Nebensache der Welt unterliegt einem strikten Terminplan. Die Hoffnung auf eine Schwangerschaft strukturiert das Denken und Verhalten im Alltag von Frauen, die einen lang ersehnten Kinderwunsch hegen. Es wird Sport getrieben, auf Kaffee-, Alkohol- und Nikotin verzichtet, und die Ernährung mit zusätzlichen Vitaminen optimiert.

Der Körper ist in Hochstimmung, nicht aber die Psyche der Frau. Die Frage nach dem Warum belastet und setzt unter Druck.

Eine künstliche Befruchtung ist oft der letzte Ausweg zur Erfüllung eines Kinderwunsches. In den Köpfen vieler Frauen bleibt sie ein Eingriff ins Handwerk der Natur. Daher sind Alternativen der Rettungsanker im Kampf gegen Unfruchtbarkeit.

Die aus England stammende Gynäkologin Dr. Gowri Motha entwickelte mit Hilfe des Heiltherapeuten Joseph B. Stephenson eine spezielle Massage, die eigentlich die Erfolgschancen der künstlichen Befruchtung erhöhen sollte. Stattdessen wurden sechzig bis siebzig Prozent der Frauen, die zweimal innerhalb eines Jahres über einen Zeitraum von sechs Wochen einmal pro Woche behandelt wurden, auf natürlichem Wege schwanger!

Auch Kerstin Radziwinski, Hebamme und Heilpraktikerin aus Fürstenfeldbruck, wendet die Fruchtbarkeitsmassage erfolgreich bei ihren Patientinnen an. Siebzig Prozent der Frauen, die in Ihre Praxis kommen, werden während der Therapie (teilweise auch mit Akupunktur) schwanger.  Dreißig bis vierzig Prozent dieser Frauen sind bereits in schulmedizinischer Behandlung, wie z.B. IVF (In-vitro-Fertilisation), und nutzen die Fruchtbarkeitsmassage als begleitende Maßnahme.

Die meisten Frauen, die die Hilfe von Kerstin Radziwinski in Anspruch nehmen, sind zwischen fünfunddreißig und fünfundvierzig Jahre alt. Aber auch Vierundzwanzigjährige, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, heißt sie willkommen und vertröstet sie nicht mit der Aussage: „Sie sind ja noch so jung“.

Kerstin Radziwinski war selbst von der Thematik „Unerfüllter Kinderwunsch“ betroffen und steckt seitdem niemanden mehr in eine Schublade. Allgemeine Sprüche wie „Du bist zu verkopft“ oder die Konfrontation mit dem Klischee „Ihr müsst einfach mal in den Urlaub fahren“ vermeidet sie prinzipiell. Mittlerweile hat sie eine fünfjährige Tochter und wendet die Fruchtbarkeitsmassage in ihrer eigenen Praxis an.

„Die klassische Fruchtbarkeitsmassage besteht aus zwei Teilen“, erklärt Kerstin Radziwinski. „Der eine Teil ist eine Entgiftungsmassage, bei der eine Lymphdrainage im Nacken- und Schulterbereich durchgeführt wird. Mit speziellen Handgriffen im Leber- und Nierenbereich wird die Organfunktion zusätzlich angeregt. Der andere Teil besteht aus einer ausgedehnten und entspannenden Bauchmassage“.

Ziel ist es, die Durchblutung zu fördern und die Fortpflanzungsorgane durch körperliche und seelische Entspannung zu stimulieren und damit zu stärken. „Das Herzstück der sechzigminütigen Fruchtbarkeitsmassage ist die Baucharbeit. Um der Gebärmutter Energie zuzuführen, arbeite ich teilweise auch energetisch“, erklärt Kerstin Radziwinski. Jede Behandlung schließt sie daher mit einer zehnminütigen Fußreflexzonenmassage ab, bei der Gebärmutter und Eierstöcke durch gezielte Handgriffe gestärkt und angeregt werden. Durch Druck auf die verschiedenen Reflexbahnen am Fuß zieht sie Rückschlüsse auf das mit den Fußzonen in Verbindung stehende Organ. Schmerzen am Fuß zeigen ihr, welches Organ erkrankt ist. Eine Massage öffnet die Gefäße, fördert die Durchblutung und aktiviert den Körper zur Selbstheilung. Für diese Leistung übernehmen die Krankenkassen keine Kosten.

Auch bei Männern ist es möglich, die Entgiftungs- und Entspannungsmassage anzuwenden, um die Fruchtbarkeit auf natürlichem Weg zu fördern. Der Fokus liegt auf der Stärkung der Prostata. In ihrer Praxis hat Kerstin Radziwinski die Fruchtbarkeitsmassage für Männer bisher noch nicht angeboten. Künftig wird es aber Wochenendseminare für Paare geben, die miteinander die richtigen Handgriffe erlernen, um sie später in der Praxis selbst anwenden zu können.

Wer die Fruchtbarkeitsmassage mit anderen Verfahren kombinieren oder Erkrankungen naturheilkundlich behandeln möchte, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen, der hat bei Kerstin Radziwinski die Möglichkeit zur Akupunktur, zur Bioresonanz-Therapie und zur naturheilkundlichen Medikation (Homöopathie und Pflanzenheilkunde).

Für Kerstin Radziwinski ist die Fruchtbarkeitsmassage eine zielgerichtete Therapie, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Eine Therapie, die die Natur auch in irgendeiner Form „bezwingt“ ?  Kerstin Radziwinski schüttelt lächelnd den Kopf. „Dem Körper kann man nichts aufzwingen. Aber man kann ihm dazu verhelfen, besser zu funktionieren“.

Unerfüllter Kinderwunsch? Zyklus- und Hormonschwankungen? Bauch- und Menstruationsschmerzen? Fehlgeburt? Lassen Sie sich beraten unter www.naturheilpraxis-ffb.de

Autoren:
Nicole Kleim,
Ivana Lorenz