Ihr Ratgeber für den richtigen Kinderwagen

02.06.2015
Kategorie: Tipps & Tricks

Ein Kinderwagen muss her – doch welcher ist der richtige?

Aus eigener Erfahrung wissen wir, welche Nachteile oft erst in der praktischen Anwendung erkennbar sind.

Hier einige Tipps, wie man sein Geld mit dem bestmöglichen Nutzen in einen rollenden Babytransporter investiert:

Kauf-Motive
Grundsätzlich sollte man sich schon vor dem Kauf die Frage stellen, wo der Kinderwagen zum Einsatz kommen wird, damit entscheidende Kriterien von vornherein berücksichtigt werden. Hat man beispielsweise vor, sein Kind hauptsächlich auf Wald- und Feldwegen oder unebenen Flächen spazieren zu fahren, so ist die Anschaffung einer stabilen, gut federnden Konstruktion mit vier Lufträdern empfehlenswert. Ist das Einsatzgebiet dagegen vorrangig in der Stadt, wo man in engen kurvigen Gassen durch die Geschäfte bummelt, so ist ein dreirädriger Kinderwagen mit schwenkbarem Vorderrad und vielleicht Hartplastikreifen sinnvoll. Nicht alle dreirädrigen sogenannten Jogger eignen sich auch zum Joggen oder Inlineskaten. Viel zu oft und leicht kippen sie. Um sich mit Wagen und Kind sportlich zu betätigen, braucht es einen dafür zugelassenen Kinderwagen mit guter Federung, Luftreifen und natürlich – einer ausgezeichneten Handbremse.

Die wichtigsten Kriterien
In erster Linie sollte jeder Kinderwagen einfach zu handhaben, leicht zu lenken und vor allem schnell zusammenklappbar sein, ohne dass man selbst beim Hineinheben in den Kofferraum unter dessen Gewicht zusammenbricht. Die meisten Modelle sind Kombikinderwagen, das heißt, sie sind auf die Anforderungen vom Säugling bis zum Kleinkind von dreieinhalb Jahren umbau- und anpassbar.

Positions-Wechsel
Eine flache Liegeposition am Anfang lässt sich im Idealfall später in eine Sitzposition umwandeln, wobei hier zu berücksichtigen ist, dass auch die Fußstützen verstellbar sind und mitwachsen. Gut, wenn der Sitz in beide Richtungen montiert werden kann oder der Kinderwagen über einen Schwenkschieber verfügt. Anfangs schauen die Kleinen nämlich zu Mama und Papa und fahren rückwärts. Um sich in dem, was sie oder Sie sehen, wiederzufinden. ;-) Ganz wichtig: die Rückenlehne sollte mindestens fünfzig Zentimeter lang sein, damit der Kopf des Kindes aus Sicherheitsgründen anliegt und nicht darüber hinausragt.

Sicher und komfortabel
Ein Sicherheitsgurt darf ebenfalls nicht fehlen. Er hält die Kleinen davon ab, neugierig die Welt zu entdecken, während Mama noch in der Umkleidekabine steckt.
Eine bequeme Liegeposition ist für Babys das A und O. Zu kurze oder schmale Tragetaschen - wie sie viele Kinderwagen als Zubehör anbieten - engen die Babys ein, sind viel zu warm und nehmen ihnen im wahrsten Sinne des Wortes den Platz zum Atmen und Schlafen.

Studie von Stiftung Warentest
In einer von Stiftung Warentest 2015 herausgegebenen Studie schneidet von vierzehn getesteten Kinderwagen nur ein einziger gut ab: der BRITAX GO. Geprüft wurde auf kindgerechte Gestaltung, einfache Handhabung und schadstofffreie Verarbeitung. Mit 950 Euro gehört er zur preislichen Oberklasse. Zwei Wagen schnitten mangelhaft ab: Joolz Day Earth für 950 Euro und Stokke Trailz für 1350 Euro. Grund waren Schadstoffe. Im Bezug des Joolz wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt (PAK). Einer davon ist Naphatalin, der über die Haut gelangt und Krebs erzeugt. Im Schiebergriff des Stokke entdeckte man kurzkettige Chlorparaffine – auch als Weichmacher bekannt – die ebenfalls über die Haut in die Muttermilch gelangen können. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf einen Geruchstest zu machen. Ein starker, stechender Geruch deutet auf Schadstoffe hin. Wie das Beispiel zeigt, ist der Preis nicht zwangsläufig ein Kriterium für die Qualität eines guten Kinderwagens.

Die richtigen Accessoires
Zu einem guten Fahrgestell gehört auch eine gute Ausstattung. Denn sie bestimmt – auf lange Sicht gesehen – den Mehrwert. Ob mitwachsende Fußsäcke, multifunktionale Einschlagdecken oder wärmende Handmuffs für den Kinderwagen-Griff – mit durchdachten Produkten spart man nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Wir als Profis für Accessoires von Baby und Mehr bieten mit eigener ByBoom® Marke eine gute Alternative zu den oft sehr teuren Original-Accessoires.

Fußsäcke
Unser Debüt gaben wir mit unseren schadstoffgeprüften Fußsäcken für Kinderwägen, Buggys, Softtragetaschen oder Autositze. Durch unterschiedliche Füllungen/Materialien, die je nach Jahreszeit variieren, sind sie vielseitig (u.a. auch für Babyschalen)  nutzbar und wachsen mit. Vor allem sind sie hautfreundlich, atmungsaktiv und durch Reißverschlüsse komplett zu öffnen. Auch im Fußbereich, was insofern praktisch ist, da sich eine Verschmutzung des Fußsacks durch  schmutizige Kinderschuhe vermeiden lässt.

Einschlagdecken
Eine ideale Lösung für kalte Herbst- und Wintertage sind unsere thermoregulierenden Polarfleece Einschlagdecken, mit denen Babys sicher, schnell und kuschelig eingewickelt werden. Ein Druckknöpfe-System erspart ein Ausfädeln der Sicherheitsgurte. Vor allen Dingen wickeln die Einschlagdecken ihr Baby nicht nur in der Babyschale oder im Kinderwagen ein, sondern auch unterwegs, wenn sie als Unterlage dienen. Das Sommer-Pendant besteht aus hundertprozentiger Baumwolle von innen und einer Außenseite aus wärmendem Micro-Fleece.

Auflagen
Schäfchenträume garantiert! Lammfell-Auflagen mit den außergewöhnlichen Eigenschaften der Merino-Wolle versprechen einen Schwebezustand wie im siebten Schnee-Himmel. Die Vorteile liegen auf der Babyschale, dem Buggy, Kinderwagen und Autositz: zu jeder Jahreszeit gleichen sie die Temperaturen aus und regulieren den Feuchtigkeitshaushalt. Bei kaltem Wetter wirken die Schaffell-Wollfasern wie eine natürliche Isolierung und bei warmem Wetter übernehmen sie die Funktion einer natürlichen Klimaanlage, indem sie angenehm kühlen.

Handmuffs
Einfach um den Kinderwagengriff gelegt, festgeknöpft und schon verschwinden beide Hände in einem perfekt wärmenden Ersatzhandschuh aus Wind- und Wasserdichtem Material, der aufgrund seiner Universalgröße auf jeden Kinderwagen, Buggy und Radanhänger passt.

 

 

Resümée
„Wer weich sitzt, ist verhandlungsbereiter“ – darüber ist sich die Bindungsforschung einig. Vielleicht noch ein Kriterium, das zu beachten wäre, wenn Harmonie ein Begleiter beim täglichen Spaziergang werden soll.

Auf jeden Fall gilt: wer sein Kind liebt, der schiebt. Und das möglichst mit einem individuell auf die eigenen Bedürfnisse ausgestatteten Kinderwagen Modell.

Autoren:
Ivana Lorenz,
Nicole Kleim