Über den Wolken mit Kleinkind - Geprüfte Sicherheit an Bord

23.07.2015
Kategorie: Tipps & Tricks

Warum braucht man im Flugzeug einen vom TÜV geprüften Autokindersitz? Welche Sicherheitskriterien weichen in der Luft von denen auf der Straße ab?

TÜV Rheinland kennzeichnet flugzeugtaugliche Auto-Kindersitze.

Bei Flugreisen gelten alle Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren als Kleinkinder. Sie haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Eltern nehmen ihre Kinder in diesem Fall entweder auf den Schoß, so dass die Kleinen mit einem Zusatzbeckengurt direkt am Gurt der Eltern gesichert werden, oder aber sie erwerben ein sogenanntes Child-Ticket, mit dem der Transport des Kleinkindes sicher und bequem auf einem separaten Fluggastplatz in Elternnähe gewährleistet ist. Seit Juli 2008 schreibt eine EU-Verordnung (1899/2006; EU OPS) die Sicherung von Kleinkindern bis zu zwei Jahren mit geeigneten Sicherheitssystemen vor.

Ältere Kinder bis zu sieben Jahren benötigen zwar kein Ticket, aber ebenfalls ein geeignetes Sicherheitssystem. Hierfür gibt es beispielsweise nur aus Gurten bestehende Systeme, sogenannte Kinderrückhaltesysteme, kurz: KRS - http://www.kinder-fliegen-sicher.de, die über/oder um die Rückenlehne des Sitzes befestigt werden. Da jedoch laut eines Informationsblattes vom ADAC konkrete Anforderungen für den Bau und den Einsatz von Kinderrückhaltesystemen in Flugzeugen fehlen, wurden diese bisher nicht eingesetzt.

Deshalb ist die Verwendung eines Kinderrückhaltesystems (KRS) bzw. Auto-Kindersitzes oder einer Babyschale bei den Fluggesellschaften grundsätzlich eine freiwillige Geschichte. Lufthansa beispielsweise stellt keine Kinderrückhaltesysteme zur Verfügung, so dass die Verantwortung für Sicherheit und Komfort während eines Fluges dem Reisenden obliegt. Eine selbstständige Befestigung auf dem Fluggastsitz wird vom Fluggast vorausgesetzt, da die Flugbegleiter bei der Anbindung nicht behilflich sein können.

Forschungsarbeiten des TÜV Rheinland und des Luftfahrbundesamtes haben ergeben, dass  schwere Turbulenzen oder eine Notlandung einem Fahrzeugcrash gleichen. Diese Feststellung führte zu der Überlegung, Auto-Kindersitze auch für Flugzeuge in Betracht zu ziehen. Die vom TÜV Rheinland herausgegebene Kennzeichnung „For Use in Aircraft“ stellt nun seit 2015 sicher, dass der mit dieser Kennzeichnung versehene und geprüfte Auto-Kindersitz auf den vorgesehenen Fluggastsitz passt, mit dem Flugzeug-Beckengurt sicher befestigt werden kann und damit den Anforderungen des Luftfahrt-Bundesamtes gerecht wird: TÜV Rheinland - Produktsicherheit

Autokindersitze sind überwiegend mit dem üblichen Dreipunkt-Sicherheitsgurt konzipiert. Aufgrund der Rahmenbedingungen in einem Flugzeug kommen deshalb nur Auto-Kindersitze in Frage, die auch mit Zweipunktgurten befestigt werden können. Die nachfolgend aufgeführten Kindersitze kommen für die Nutzung an Bord in Frage: Hier Autositze für die Nutzung im Flugzeug

Von Lufthansa akzeptierte Produkte finden Sie unter: Geeignete Kinderrückhaltesysteme

Richtig liegen beim Fliegen

Auf Wolke sieben schweben die Kleinen mit dem ByBoom® Universal-Sommer-Schonbezug, der Ihr Baby vor übermäßigem Schwitzen in der Babyschale bzw. im Autositz schützt. Ein wahrer Hingucker im Flieger, wenn eine praktische ByBoom® Einschlagdecke in der dazu passenden Farbe kombiniert wird.

Wie sagt ein sorbisches Sprichwort: „Mit dem Fliegen warte, bis dir Flügel gewachsen sind.“  
Oder, wie wir finden, bis man sicher ist, wie man den Himmel erreichen will.
 

Autoren:
Nicole Kleim,
Ivana Lorenz