Wie sich die Kraft des Vollmondes auf Mutter und Kind auswirkt

17.09.2015

Es ist still. Nichts bewegt sich. Nur das Mondlicht bahnt sich leise einen Weg durch dichte Vorhänge, die zum Schutz vor fremden Blicken zugezogen wurden. Der Mond hat eine Phase erreicht, die ihn komplett erstrahlen lässt. Diese Anziehungskraft nutzt er aus. Sein Ziel: das schlafende Kind in seinem Bettchen.

Lichtstrahl um Lichtstrahl umkreist er den friedlichen Körper. Schweigend. Seine Energie ist ansteckend. Das Kind bewegt sich unruhig hin und her und öffnet vorsichtig seine Augen… Es ist Vollmond.

Und wir hellwach. Wieviel Macht hat der Mond eigentlich? Kann er den Biorhythmus des Menschen beeinflussen? So, wie er periodisch die Wasserbewegungen des Ozeans bestimmt? Entscheidet er etwa über den Geburtstermin? Oder sind unruhige Nächte nur Einbildung?

„Die Mamas in meinen Kursen erzählen oft davon, dass ihre Neugeborenen einen unruhigen Schlaf in der Nacht hatten. Im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass diese Nacht bei allen die gleiche war“ berichtet Hebamme Elisa F. aus Steinheim, „und zufällig war immer Vollmond.“

Je mehr Licht uns umgibt, desto weniger wird das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet. Das ist Tatsache und würde bedeuten, der Mond weckt uns einfach nur auf. Warum aber glauben dann Ärzte und Hebammen, bei Vollmond mehr Geburten zu haben?

Auch hierfür hat Elisa F. eine Erklärung. „Der Mondphasenzyklus entspricht ungefähr dem Menstruationszyklus einer Frau. Demnach passt sich eine Schwangerschaft dem Rhythmus des Mondes an.“ Und sie spricht aus Erfahrung. „Immer mehr Frauen kommen bei Vollmond mit einem Blasensprung anstatt mit Wehen zu mir.“ Obwohl der Einfluss des Mondes statistisch nicht belegt werden kann, konnten Studien belegen, dass es bei den Geburten, ähnlich wie beim Mond, einen Wochen- und Jahreszyklus gibt. Die meisten Kinder kommen danach montags oder dienstags zur Welt, selten am Wochenende. Vergleicht man den Vollmond-Kalender mit diesen Geburtsterminen stellt man zunächst keine Übereinstimmung fest. Berücksichtigt man allerdings, dass der Gregorianische Kalender, der heute auf der ganzen Welt aktuell ist, ein von Menschen willkürlich festgelegter Zeitrahmen ist, bleibt die Frage einer Wechselwirkung zwischen Mond und Geburten weiterhin offen.

Der griechische Philosoph Aristoteles definiert Zeit wie folgt: „Die Zeit ist gemessene Bewegung. Bewegung aber gibt es nicht ohne einen in der Natur vorhandenen Körper.“

Es ist die Bewegung von Sonne und Mond, die vielleicht darüber entscheidet, wann unsere Kinder das Licht der Welt erblicken. Wer weiß. Das Licht des Mondes jedenfalls ist ein Aufruf, die Nacht zum Tag zu machen, das Tief zum Hoch, die Ebbe zur Flut. Ein immer wiederkehrender Zyklus.

… das Kind erblickt das Mondlicht und strahlt! Ein Menschenkind, aber für eine Nacht ein kleiner Vampir in unseren schlaftrunkenen Augen!

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„Mein kleiner Vampir, der die (Vollmond-) Nächte zu Tagen macht!“ (Nicole K.)

Autoren:
Nicole Kleim,
Ivana Lorenz